Der Hauptgrund: Zu wenig Platz im Maul. Bei kleinen Hunden wie Chihuahua, Zwergspitz, Yorkshire, Malteser und andere kleine Hunderassen, stehen die Zähne extrem eng. Futterreste und Bakterien haben kaum Raum abzufließen, Zahnbelag sammelt sich schneller, Zahnstein entsteht früher – oft schon im Welpenalter.
Dein Hund zeigt dabei keine Schmerzen. Hunde sind evolutionär darauf programmiert, Schmerzen zu verbergen. Er frisst weiter, spielt, wirkt „normal“. Währenddessen läuft im Hintergrund ein stiller Prozess ab: Bakterien schieben sich unter das Zahnfleisch, lösen chronische Entzündungen aus und greifen den Kieferknochen an.
Bei kleinen Hunderassen verschärft sich das Problem zusätzlich, weil die Zahnwurzeln im Verhältnis zum Kiefer besonders groß und empfindlich sind. Entzündungen breiten sich schneller aus, Zähne lockern sich früher – und müssen oft vollständig gezogen werden.
Die Statistik ist erschreckend – und bei kleinen Hunden sogar überdurchschnittlich hoch:
Bereits nach zwei bis drei Jahren ohne konsequente Zahnpflege entwickeln über 80 % chronische Zahnfleischentzündungen, mehr als 65 % starken Zahnstein, und bei rund 45 % ist der Kieferknochen bereits dauerhaft geschädigt.
Du siehst davon meist nichts – bis der Tierarzt plötzlich mehrere Zähne unter Vollnarkose ziehen muss. Und genau hier entstehen die Rechnungen von mehreren Tausend Euro.